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Fire‘s Memory 14.01.2024-03.03.2024 SCHLEUSE Opelvillen Rüsselsheim

Selina Hammer || Wingel Mendoza

// Deutsch

 

Der nachfolgende Text wurde zur Bewerbung der Ausstellung für die SCHLEUSE Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen in Rüsselsheim geschrieben.

Die Klanginstallation besteht aus mehreren Feldaufnahmen, die während der Herstellung der im Raum verteilten Objekte gesammelt wurden. Klang wird dadurch haptisch und bekommt ein zuordenbares Gewicht. Objekte klingen und verteilen sich grenzenlos im Raum. Dadurch lässt sich eine direkte Verbindung zwischen dem Klang und seinem direkten Ursprung, dem klingendem Objekt, aber auch dessen Fortführung, also der Rückkopplung auf das reagierende Objekt, beobachten.

 

Die Klangkörper geben eine murmelnde Spur ihres eigenen Materials wieder. Sie flüstern halb vergessene Lieder, Auszüge aus der eigenen Metamorphose und offenbaren sich selbst als eine Miniatur, in dessen Körper eine unendliche klangliche Wiederkehr kleinster Einheiten gespeichert ist: Abformen, Schlagen, Brechen, Brennen, Schmelzen, Schweißen und Abkühlen. All das vereint Feuer als gemeinsamer Nenner: Es hinterlässt Spuren und bricht Objekte auf, um sie zu verhärten. Das Feuer besiedelt die SCHLEUSE und scheint in ihr zu brüten. Nähert sich man einem der Objekte, reagiert es mit einer leicht veränderten Klangkomposition, als würde es jenen Brutkasten schützen wollen.

 

Link: Video

 

// English

 

The following text was written to promote the exhibition at the SCHLEUSE Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen in Rüsselsheim.

The sound installation consists of several field recordings collected during the creation of the objects distributed throughout the space. Sound becomes tactile, acquiring a tangible weight. Objects produce sounds that spread limitlessly within the space. This enables a direct connection between the sound and its immediate origin, the sounding object, as well as its continuation, the feedback onto the responsive object, to be observed.

The sound bodies echo a murmuring trace of their own material. They whisper half-forgotten songs, excerpts from their own metamorphosis, and reveal themselves as miniatures, within whose bodies an infinite sonic recurrence of the tiniest units is stored: molding, striking, breaking, burning, melting, welding, and cooling. All of this unites fire as a common denominator: it leaves traces and breaks open objects to harden them. Fire inhabits the SCHLEUSE and seems to brood within it. When one approaches one of the objects, it responds with a slightly altered sound composition, as if it were protecting that incubator.

 

Link: Video

 

04.01.2024-03.03.2024

SCHLEUSE Opelvillen Rüsselsheim

Ludwig-Dörfler-Allee 9, 65428 Rüsselsheim

Opening hours: Mon, Tue, Thurs–Sun: 10 am-6 pm, Mi: 10am–8pm

 

Sculpture: Selina Hammer. E-mail: hammerxsln(at)gmail.com 

Sound design and programming: Wingel Mendoza

Pictures: Lorenz Kerkhoff. Email:  ker.l.tv(at)gmx.de

 

Project partially funded by the Kunsthochschule Mainz